Elternentfremdungssyndrom - Parental Alienation Syndrome (PAS)

Was ist PAS?
Jedes Jahr erleben in Deutschland ca. 300.000 Kinder die Trennung der Eltern. Ein großer Teil davon verliert aus den verschiedensten Gründen den Kontakt zum getrennt lebenden Elternteil und wird quasi zu Halbwaisen.

Häufig hat es der getrennt lebende Elternteil – meist der Vater - schwer, wenn der mit dem Kind lebende Elternteil den Kontakt einschränkt. Vaterabwesenheit in Folge vonTrennung oder Scheidung führt oft zu Entwicklungsstörungen
bei den Kindern.

Kinder brauchen beide Eltern
Für eine gesunde Entwicklung braucht ein Kind beide Eltern. Die gleichzeitige Beziehung zu Mutter und Vater ist vor allem auch deshalb erforderlich, damit das Kind sich aus der engen Bindung zur Mutter lösen und eine unabhängige Persönlichkeit entwickeln kann (Wera Fischer, „Wieviel Vater braucht das Kind“). Nach einer Langzeituntersuchung von Anneke Napp-Peters („Familien nach der Scheidung“), werden ca. 80% der Väter nach einer Trennung ausgegrenzt. Es gibt die verschiedensten Formen der Ausgrenzung - von
Umgangsbehinderungen bis hin zu PAS, der radikalsten Form.
Viel häufiger als unter körperlichen Misshandlungen haben Kinder,bei Trennungen der Eltern, unter Induzierten Kind-Elternteil-Entfremdung zu leiden. 

PAS bedeutet die kompromisslose Zuwendung eines Kindes zu einem, - dem guten, geliebten - Elternteil und die ebenso kompromisslose Abwendung vom
anderen - dem vermeintlich bösen, gehassten - Elternteil im Kontext von Sorge- und Umgangsrechtskonflikten der Eltern. 

Ansprechpartner: Dagmar Bauer (Stuttgart)

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